Tipps für Familien

Da hat man gerade seine Ausbildung oder sein Studium abgeschlossen, ist endlich aus dem Elternhaus ausgezogen, hat vielleicht sogar schon einen Job gefunden – und dann steht man da. Auf einmal befindet man sich in einer vollkommen neuen Situation, in einer fremden Stadt, umgeben von fremden Leuten, und plötzlich ist man für alles ganz allein verantwortlich. Ein bisschen wie der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. So ging es zumindest mir vor einem halben Jahr, als ich meine sieben Sachen gepackt habe und aus einer ruhigen Kleinstadt in Bayern ganz allein mitten in die hektische Großstadt Köln gezogen bin.
Den Stress der Wohnungssuche habe ich zwar einigermaßen unbeschadet überstanden, aber damit war es ja noch lange nicht vorbei! Ich stehe ganz unerwartet vor so vielen Aufgaben, über die ich mir früher, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, nie Gedanken machen musste. Rumärgern mit dem Vermieter, der Telefongesellschaft und dem Stromanbieter. Rechtzeitig Klopapier und Spülmittel einkaufen, bevor am Samstagabend die Geschäfte zu machen und man dumm da steht. Und natürlich habe ich es letzte Woche auch noch geschafft, meinen Lieblingspulli irgendwie beim Waschen um zwei Nummern zu schrumpfen. Manchmal hab ich das Gefühl, diese Sache mit dem Erwachsenwerden wächst mir ein bisschen über den Kopf! Aber ich kann mich ja auch nicht jeden Abend bei Mama am Telefon ausheulen. Irgendwie muss ich da schon allein durch.
Zum Glück haben wir heutzutage das Internet, wo man mittlerweile auf fast jede Frage eine Antwort finden kann. Klar, bei Informationen aus dem Internet sollte man immer ein bisschen skeptisch sein, man weiß ja nie, wer sich dahinter so verbirgt. Aber ich bin doch sehr dankbar dafür, dass es neben den ganzen Idioten, auf die man da so trifft, auch ganz schön viele Leute gibt, die einfach nett und freundlich sind, und denen wirklich etwas daran liegt, anderen Menschen zu helfen. Leute, die es sich zur Aufgabe machen, anderen Benutzern bei allen Problemen und in allen Lebenslagen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Solche Leute haben mich in den letzten Monaten schon mehrmals vorm Verzweifeln bewahrt und einige Tipps für Familien, die ich online gefunden habe, konnte ich sogar an meine Mutter weiterleiten – und selbst sie hat da noch was dazugelernt. Dank der vielseitigen Hilfe aus dem Internet finde ich mich in meinem neuen Erwachsenenleben inzwischen ganz gut zurecht und bin in meinem neuen Alltag viel entspannter geworden. Mein Vermieter und mein Chef in der Arbeit machen mir jetzt viel weniger Angst als noch vor zwei Monaten. Das einzige, was mich momentan noch nervös macht, ist der hübsche Arbeitskollege, der mich in der Kaffeepause immer so süß anlächelt. Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja noch, bis zur Weihnachtsfeier nächste Woche meine Schüchternheit zu überwinden. Die passenden Tipps zum Flirten hab ich immerhin schon im Internet gefunden.

Bild: © melti / pixelio.de

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